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Geschichten unserer Weltreise, Blog über Australien, Neuseeland und Asien, Work and Travel, Backpacker

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Taiwan entdecken!

Als nächstes ging es auf nach Taiwan, ein kleiner Inselstaat, der neben dem großen China fast nicht auffällt und eine ziemlich verwirrende Geschichte hat. Vor ein paar hundert Jahren lebten nur wenige Menschen auf der kleinen Insel. Die Besiedlung setzte erst durch die Niederländer ein. Die Dutch East India Company gründete einen Stützpunkt und brauchte dringend Arbeitskräfte, also holten sie kurzer Hand ein paar Chinesen ins heutige Taiwan und so begann der Lauf der Geschichte. Taiwan gehörte lange zu Niemandem, deshalb konnten hier die Niederländer auch schalten und walten, aber als in China die Qing Dynastie an die Macht kam, wurden die Niederländer vertrieben und die kleine Insel wurde chinesische Provinz. 1895 eroberten dann die Japaner Taiwan und regierten es für 50 Jahre. Nach dem die Japaner 1945 im 2. Weltkrieg kapitulierten, mussten sie Taiwan wieder verlassen, aber offiziell wurde Taiwan nie wieder an China (das es 1895 auf „ewig abgetreten“ hat) zurückgegeben und daher rührt ein langer Streit zwischen China und Taiwan, um dessen Zugehörigkeit. Taiwan ist eigentlich unabhängig, es gibt eine demokratisch gewählte Regierung, eigenes Geld, eigene Wirtschaft, allerdings traut sich Taiwan nicht das auch auszusprechen, weil China sonst mit Gewalt droht. Eine ganz schön verfahrene Situation. So jetzt seid ihr erstmal up to date . Für uns stellte sich die Frage, wie sich die Taiwanesen selbst sehen, als Chinesen, Japaner oder Taiwanesen. Denn gesprochen wird Chinesisch und auch Kultur und Religion sind aus China importiert. Allerdings haben die Japaner in den 50 Jahren, die sie hier waren, ziemlich viel aufgebaut. Sie bauten die Infrastruktur aus (Züge, Straßen und Autos) und ermöglichten jedem den Zugang zur Bildung. Andererseits versuchen die Taiwanesen eine eigene Identität zu entwickeln und sind, von der Wirtschaftsleistung pro Kopf gesehen, China um Längen voraus. Aber wahrscheinlich ist es von jedem ein bisschen .

Unsere Reise begann in Taipeh, der Hauptstadt Taiwans und wir sollten es hier nicht ganz so einfach haben, wie wir es gewohnt waren. In Taiwan wird chinesisch gesprochen und geschrieben, das heißt meistens bekamen wir nur das zu sehen 漢字. Da ist es ganz schön schwierig was zu essen zu bestellen! Oder den richtigen Weg zu finden, denn auch die meisten Karten waren auf Chinesisch. Aber wir wollten uns durchgeschlagen, auch auf die Gefahr hin, dass wir Sachen essen müssen, die uns nicht so gefallen . Nach einem Nachtflug sind wir früh gegen 7 Uhr in Taipeh angekommen und waren hundemüde. Also erstmal zum Hotel und Taschen abwerfen, da wir aber erst um 16 Uhr ins Zimmer gehen konnten, mussten wir noch etwas Zeit tot schlagen. Also haben wir uns auf zur Stadtbesichtigung gemacht und besuchten gleich erstmal den Präsidentenpalast, hier erwatete uns eine sehr merkwürdige englischsprachige Führerin, die uns eigentlich das Gebäude und etwas zur Geschichte vermitteln sollte, aber irgendwie nur Quatsch erzählt hat und auch kaum englisch gesprochen hatte. Aber hey, sie hat sich ja Mühe gegeben und wir konnten uns immerhin die Bilder und das Gebäude ansehen . Uns wurde schnell klar, dass wir hier wie Außerirdische wirkten, denn außer uns waren nirgendwo Westler zu entdecken, nur ein paar chinesische und japanische Reisegruppen. Wahrscheinlich genau deswegen, waren alle unglaublich freundlich zu uns und hießen uns immer wieder in Taiwan willkommen und versuchten uns überall zu helfen, auch wenn wir kein Chinesisch und sie kein Englisch sprachen, es blieb immer noch die internationale Zeichensprache . In Taipeh haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und abends lecker auf dem Nachtmarkt gegessen. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt und wir mussten meistens mit unseren Regenschirmen durch die Gegend marschieren. Machte uns aber nix, Taipeh hat uns trotzdem gefallen. Obwohl das Wetter schlecht und die architektonischen Meisterwerke sich eher in Grenzen hielten, wahrscheinlich lag es einfach an der Gastfreundlichkeit der Taiwaner, das wir uns hier so wohl gefühlt haben.

Nächster Stopp war Hualien (an der Ostküste), denn von hier aus wollten wir die berühmte Taroko Schlucht erkunden. Damit wir unseren straffen Plan, Taiwan zu erkunden, schaffen, haben wir uns ein Mietauto in Taipeh organisiert, natürlich mit chinesischem Navi. Jetzt denkt ihr wahrscheinlich, wie soll das denn funktionieren, aber das ging schon, wenn man die GPS-Koordinaten oder eine Telefonnummer hat, denn dann kommt man überall hin. Das Ding spricht immerhin in Englisch mit einem, allerdings zeigt es alles auf Chinesisch an . Die Taroko Schlucht war wirklich beeindruckend. Die Felswände bestehen aus Marmor und schimmern daher schön weiß. Unglaublich das ein kleiner Fluss so eine Gewalt hat, um so eine riesige Schlucht entstehen zu lassen. Wir sind die gesamte Schlucht entlang gefahren und hier und da ausgestiegen, um die Natur auf uns wirken zu lassen oder einen Tempel zu bewundern. Guckt euch die Bilder an!

Danach ging es weiter zum Sonne-Mond-See, ein touristisches Highlight in Taiwan. Leider haben wir den Anreiseweg vollkommen unterschätzt. Eigentlich sind es gerade mal 170 km von Hualien zum See, aber die führen durch Bergland und das bedeutet, dass wir eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 33 km/h hatten L (kein Witz, wir haben im Navi nachgeguckt). Nach stundenlanger und kurvenreicher Fahrt sind wir noch im Hellen beim See angekommen und haben im Schnelldurchlauf alle Tempel besucht und die Panoramaausblicke genossen. Wir mussten nämlich am Abend noch weiter zu unserem nächsten Hotel in der Nähe des Alishan fahren und hier warteten auch noch einmal 3 Stunden Fahrt auf uns. Ziemlich müde sind wir dann in unserem Gasthaus angekommen. Für den nächsten Tag stand eigentlich der Sonnenaufgang auf dem Alishan an, aber leider hat uns das Wetter ein Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür konnten wir immerhin ausschlafen und haben bei Nieselwetter die Aussicht von den Bergen genossen. Unser Gastwirt hat uns dafür einen super Spot genannt und erklärt wie wir am besten mit dem Auto hinkommen. Da waren selbst die Taiwanesen, die wir oben beim Ausguck getroffen haben, verwundert wie wir von dieser Stelle wussten und vor allem warum WIR wussten, dass man mit dem Auto hochfahren konnte und SIE das nicht wussten und deshalb laufen mussten .

Unsere Reise führte uns weiter nach Tainan, aber vorher machten wir noch kurz Halt in Beigang. Hier wollten wir uns den Mazu Temple anschauen und wir konnten es kaum glauben, als plötzlich überall Chinaböller in die Luft gegangen sind und einen Höllen Lärm gemacht haben. Scheinbar war gerade irgendein Fest im Gange, denn kurz nach dem Krach gab es einen Straßenumzug mit lustig verkleideten Leuten. In Tainan haben wir uns dann am nächsten Tag die historischen Gebäude und Tempel angesehen, bevor wir unser Auto abgegeben haben und mit dem Schnellzug wieder nach Taipeh gefahren sind, um unseren Flieger nach Japan zu erwischen.

Um ehrlich zu sein, ist Taiwan nicht das Topreiseziel in Asien, weil sich die Attraktionen in Grenzen halten und alles dazwischen nicht so schick wirkt. Eine Reise lohnt sich definitiv, wenn man schon ein bisschen Erfahrung mit der chinesischen Kultur und Sprache hat. Ansonsten bleibt das Highlight der kleinen Insel eher verborgen, denn das sind die Menschen. Soviel Hilfsbereitschaft haben wir auf unserer Reise wirklich selten gesehen.

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R
<br /> Hallo Weltenbummler,<br /> <br /> <br /> vielen Dank für die schönen Karten aus Singapur, Malaysia und Japan. <br /> <br /> <br /> Sie sind absolutes Neuland für meine Sammlung. <br /> <br /> <br /> Ihr seid bestimmt schon gute Asienkenner, und habt schon viel gesehen und erlebt.<br /> <br /> <br /> Im Handball ist die Saison gelaufen, aber die neue Serie wird bestimmt sehr schwer für <br /> <br /> <br /> unseren Verein. <br /> <br /> <br /> Bleibt gesund und passt gut auf euch auf.<br /> <br /> <br /> Viele Grüße von Roland und Familie. <br />
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