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Geschichten unserer Weltreise, Blog über Australien, Neuseeland und Asien, Work and Travel, Backpacker

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Und wieder zurück an die Ostküste...

Nach den tollen Tagen im roten Zentrum Australiens sollte es wieder zurück an die Ostküste für uns gehen. Dazu ging es erstmal vom Kings Canyon zurück nach Alice Springs. Hier haben wir noch mal unsere Vorräte aufgestockt, denn der nächste Roadtrip sollte alles Bisherige in den Schatten stellen. Von Alice zur nächsten interessanten Region, dem Hinterland von Cairns im tropischen Norden Queenslands, lagen schlappe 2236 km. Auf dieser Strecke gab es neben der Bergbaustadt Mt. Isa nichts außer australischer Savanne zu sehen. Damit diese Sitzfleischweltmeisterschaftsstrecke mit kombinierter Langeweiledurchhalteprüfung uns nicht den letzten Verstand raubt, haben wir uns für die Route über Normanton ab Cloncurry entschieden. Das Schild am Straßenrand versprach uns 63 km Ersparnis gegenüber der alternativen Strecke über Townsville. Dieser Verlockung erlegen kam schon bald die Ernüchterung. So gehört der „Highway“ von Normanton nach Cairns zum letzten bzw. ersten Stück des Savanna Ways. Eine für seine Schönheit und Einsamkeit bekannte Strecke von Broome (Western Australia) nach Cairns (Queensland), die quer durch den Norden Australiens führt. Im Nachhinein ist es logisch, dass EINSAMKEIT bedeutet, dass nur wenige Autos dort fahren und diese wohl nicht mit dem üblichen australischen Standard für Highways im Outback rechnen können. So ging es, nachdem der Highway die ersten Stunden ganz passabel war, eben auf einem einspurigen und durch die jährlichen Überschwemmungen gezeichneten Streifen Asphalt durch die Weiten Australiens. Dass das gelegentliche Verlassen der Straße aufgrund des Verkehrs, die Zeitersparnis von 63 km völlig aufgefressen hat und uns gegenüber der anderen Route um Stunden zurückgeworfen hat, lässt nur eins feststellen: Die Tortur hatte gewonnen … (ganz nebenbei in Cloncurry konnten wir zwischen 1066 km oder 1129 km nach Cairns wählen).

Als wir den Weg fast gemeistert hatten, hat uns Australien mal wieder überrascht. In einem kleinen Städtchen namens Georgetown gab es tatsächlich einen Pool in dem wir kostenfrei einen Nachmittag entspannen konnten. Wir haben uns eine (Park-)Münze im örtlichen Shop besorgt und konnten uns in der Dusche den Staub vom Köper waschen und ganz allein das kühle Wasser genießen. Endlich angekommen in den Atherton Tablelands haut ein das Grün des Regenwaldes hier drüben richtig um. So haben wir die nächsten Tage verbracht mit Wasserfallerkundung, durch den Regenwald watscheln, riesige Feigenbäume bestaunen, im See planschen und die Kühe auf den Wiesen mit eine kräftigen MOOOO begrüßen. Das Campen war hier auch aneder Ecke erlaubt. Das lag wohl daran, dass die Caravanparkmafia hier noch nicht richtig Fuß gefasst hat.

Den Pazifik haben wir in Port Douglas wieder zu Gesicht bekommen, das ist ein Touristenstädtchen in dem es im Winter boomt, wenn es im Rest des Landes regnet und die Temperaturen etwas runtergehen. Es ist auch eine ideale Ausgangsbasis für eine Tour zum Cape Tribulation. Cape Trib ist bekannt für seine einmalige Kombination von unberührtem Regenwald, der direkt auf das Meer und die nördlichen Ausläufer des Great Barrier Reefs trifft. Die Bilder sind auch echt gut gelungen. Schaut mal rein! Der Segelclub in Port Douglas veranstaltet einmal in der Woche Segeltörns, bei denen jeder vorbeischauen kann und mit ein bisschen Glück ausgewählt wird, um mitzusegeln. Wir haben uns auch auf die Lauer gelegt, aber wurden leider nicht angeheuert. Bei unserem Versuch einen Job zu ergattern, wurde Cindy aber in einem Resort als Zimmermädchen fündig. Den haben wir am nächsten Tag, aber schon wieder aufgegeben, weil nur maximal an 5 Tagen der Woche jeweils 5 Stunden Arbeit da wäre. Damit war auch unsere Jagt nach Arbeit in der Touribranche vorbei.

Am nächsten Tag ging es Richtung Süden weiter nach Cairns. Hier war gerade das jährliche Festival im Gange und wir kamen in den Genuss des Feuerwerkes und der Parade. Einen Tagestrip zum weltbekannten Riff durfte natürlich auch nicht fehlen, denn Cairns ist DIE Stadt, um das größte Lebewesen der Erde zu bestaunen. Dazu ging es in aller Frühe zum Schiff und dann auch schon ab aufs Meer. Damit möglichst viel Zeit am Riff verfügbar ist, sind wir in einer Geschwindigkeit über die Wellen geschossen, sodass wohl wirklich allen schlecht oder zumindest ordentlich mulmig geworden ist. Friedrich hatte sich die Option offen gelassen einen Tauchgang am Riff zu machen. Da ihm durch die holprige Anfahrt, aber so gar nicht nach Tauchen zu Mute war, sind wir beide beim Schnorcheln geblieben. Wir haben an zwei Stellen Halt gemacht und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die bunten Fische und Korallen sind wirklich der Hammer. Wir haben sogar einen wilden Clownfisch(Nemo) in seiner Seeanemone gefunden!!! Cindy hatte vor lauter Begeisterung ihre Todesangst vor dem Meer und den Ungeheuern für einen Tag verloren . Nach der ebenso wilden Rückfahrt haben wir festgestellt, dass sich dieser Ausflug ordentlich gelohnt hat und Friedrich von weiteren Abenteuern auf hoher See geheilt ist. Den Tag danach haben wir ganz entspannt an der Lagune in Cairns verbracht. Da es hier keinen Strand gibt, weil Krokodile und die netten Würfelquallen etwas hinderlich beim Baden sind, hat die Stadt eine künstliche Lagune gebaut. Dort tummeln sich die Einheimischen und Urlauber aus aller Welt auf der Suche nach Abkühlung.

Auf dem Weg Richtung Süden verlässt man immer mehr den vereinzelt sichtbaren Regenwald bis die Vegetation nur noch vorrangig aus Eukalyptusbäumen besteht. Diese wechselt sich dann mit Zuckerrohrplantagen und speziell, um Tully und Innesfail mit riesigen Bananenplantagen ab. Der Wallaman Fall ist der höchste einstufige Wasserfall in Australien und durften auf unserer Liste nicht fehlen. Der Wanderweg zum Fuß wäre sicherlich eine tolle Sache gewesen, aber an dem Tag war uns nicht nach Wandern, also haben wir nur den Anblick genossen. Im Paluma Range National Park sind wir in natürlich entstandenen Pools baden gegangen, aber das Beste war ein kleiner Gemüseverkaufsstand am Straßenrand in den sich Cindy total verliebt hatte. Dort lagen die verschiedensten Gemüse und Obstsorten zum Verkauf aus und man konnte sich bedienen. Das Geld haben wir in eine kleine Metallkiste geworfen. An den Wänden standen Nachrichten von Leuten gekritzelt, die den so schön dekorierten Stand genauso toll fanden wie wir. Mit interessanten noch nie von uns verspeisten Sachen bewaffnet, ging es weiter.

Townsville ist eine der größten Städte in Queensland, aber wir haben nur einen kurzen Halt gemacht und sind auf den Aussichtspunkt eines Berges mitten im Stadtgebiet gefahren. Gewundert hat uns nur, dass die Straße auf den Berg für geschätzt über 100 Leute als Joggingstrecke diente. 203 km später in Bowen haben wir mal wieder die Fühler nach einem Job ausgestreckt. David und Susi hatten uns den Tipp gegeben dort mal bei den Tomatenfarmern anzuklopfen. Die beiden haben dort vor zwei Jahren mal angeheuert. Der Versuch war aber auch schon nach einem Tag vorbei, nachdem wir mit mehreren Farmern geredet hatten und die Tomaten teilweise an den Pflanzen verrotten sehen haben. Die Frau in der Besucherinformation hat uns dann aufgeklärt, dass die fetten Jahre in Bowen mit Farmarbeit wohl vorbei sind, da der Tomatenpreis in den letzten Jahren deutlich gefallen ist. Da es immer noch Supermärkte gibt in denen das Kilo Tomaten knapp 10 Dollar kostet, sind wir davon nicht ganz überzeugt, aber der große Boom ist wohl vorbei.

Nächstes Highlight sollte Airlie Beach und eine Bootstour in den Whitsunday Islands sein. Wir hatten schon von einigen anderen Reisenden gehört, dass wir in keinem Fall versuchen sollten frei zu campen, denn die Ordnungshüter verteilen hier gern saftige Strafzettel. Deshalb haben wir uns für ein Hostel direkt an der Promenade entschieden. Die hatten auch einen super Deal im Angebot. Wir haben über ihren Tourenschalter eine Bootstour für den nächsten Tag gebucht und konnten dafür 2 Nächte für je $5pp campen. Genial dachten wir! So wurden wir früh am Morgen abgeholt und auf dem Schiff mit einer heißen Schokolade und Lammingtons empfangen. Wir hatten extra eine Tour gewählt, die die Option offen hielt einen Tauchgang mitzumachen, denn Friedrich hatte zwar Respekt wieder auf ein Boot zu steigen, aber seine Neugier einmal Tauchen zu gehen, war einfach größer. Glücklicherweise war die Fahrt über das Wasser im Schutz der Inseln viel ruhiger und mit dem Schleudergang über das offene Meer nicht zu vergleichen. Erster Halt war der Whitehaven Beach und ihr glaubt es nicht, aber das war wirklich der weißeste Strand den man sich vorstellen kann. Ohne Sonnenbrille war es überhaupt nicht möglich mehrere Sekunden am Stück die Augen aufzuhalten. Vom Lookout nach einer ausgiebigen Fotosession ging es runter zum Strand. Der Sand hier ist so fein, dass wir wie die Luchse aufpassen sollten, die Kamera nicht auf den Boden zu legen oder sogar fallen zu lassen, denn der Sand ist berüchtigt dafür durch die kleinste Ritze zu rieseln und hat schon jede Menge elektronische Geräte auf dem Gewissen. Interessiert haben wir die schwarzen Flecken, die im flachen Wasser umher schwammen, beobachtet. Das waren Rochen, die hier ihr zuhause haben. Wir konnten uns ihnen auch bis auf wenige Meter nähern und beobachten, wie sie durch das Wasser gleiten. Sollte es eine Wahl zum schönsten Strand der Welt geben, dann wäre dieser bestimmt dabei. Ganz begeistert sind wir wieder zurück zum Boot gewandert und haben uns aufs Mittagsessen gestürzt. Da Friedrich heute nicht von der Seekrankheit betroffen war, hat er die Gunst der Stunde genutzt und einen Tauchgang für Anfänger mitgemacht. Zu seinem Glück war er der Einzige und hatte sich somit eine Privatstunde gesichert. Nach einer Einweisung und dem Anlegen der Ausrüstung ging es zum Strand für ein paar Übungen im flachen Wasser. Nachdem diese absolviert waren, ging es los und wir tauchten in das tiefe Blau ab. Das Gefühl vom Schweben unter Wasser ist wirklich unvergleichlich. Die Technik allein, mit der Atmung das Auf- oder Absteigen zu steuern, hatte Friedrich gleich auf Anhieb gemeistert. So konnten wir entspannt an den Korallen entlang tauchen. Zoe die Tauchlehrerin aus Neuseeland ist immer rückwärts voraus geschwommen, um zu beobachten, dass es ihm gut geht. Die ersten Minuten war er so konzentriert, dass er total vergessen hat mal links und rechts nach den bunten Fischen und Korallen zu schauen. Als Zoe etwas Fischfutter in das Wasser kippte, dauerte es nur wenige Sekunden und wir waren plötzlich von ca. 50 Fischen umringt. Die sind dann auch wieder so schnell verschwunden, wie sie gekommen waren, als nix mehr zu futtern da war. So toll wie dieser Ausflug in das Unterwasserreich war, war er auch schon wieder vorüber und wir sind aufgetaucht. Cindy war in der Zwischenzeit ganz allein mit den anderen Leuten Schnorcheln und hat sich lediglich beim zurück zum Boot schwimmen vor einem großen Fisch erschreckt. Hat sie ihre Angst vor dem Meer damit überwunden? In Airlie Beach gibt es eine ähnliche künstliche Lagune, wie in Cairns und dort haben wir entspannt den nächsten Tag verbracht.

Mackay und die umliegende Gegend ist bekannt für seine Zuckerrohrplantagen und die zugehörigen Zuckerfabriken inkl. des süßen Dufts. Wir haben hier ein tolles, aber ziemlich verstecktes Camp am Fluss gefunden und dort mit anderen Backpackern aus Deutschland und einem älteren Paar aus Australien zwei Abende am Lagerfeuer verbracht. Am Tag haben wir den Eugnella Nationalpark besucht. Hier konnten wir endlich einen Platypus (Schnabeltier), der auf der Suche nach Fressbarem war, beobachten. Die Tierchen sind viel kleiner, als wir uns vorgestellt haben und wirklich sehr scheu. Sobald es auf der Aussichtsplattform nur etwas lauter als ein Flüstern war, ist der Platypus verschwunden. Wir hatten Glück und konnten ein kleines Kerlchen bestimmt für 15 min beobachten.

Nach weiteren 659 km Richtung Süden sind wir in einem kleinen Städtchen namens Childers angekommen. Hier waren wir im letzten Jahr schon einmal, als wir auf der Suche nach Arbeit durch Queensland getourt sind. Somit haben wir hier offiziell die große Runde um Australien gemeistert! Unsere Moo hat uns nun schon insgesamt über 40000 km gefahren und davon die Hälfte in den letzten 3 Monaten!!!

 

PS: Bilder kommen diesmal etwas später. Vielleicht schaffen wir es die Woche noch.

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<br /> Hallo Weltreisende,<br /> <br /> <br /> ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Neues Jahr 2014 wünscht Euch<br /> <br /> <br /> Roland und Familie.<br /> <br /> <br /> Ich möchte mich nochmals für die schönen Karten bedanken. Das hat mein <br /> <br /> <br /> Sammlerherz höher schlagen lassen. Im Handball haben wir eine schwere Saison vor uns, <br /> <br /> <br /> hoffentlich geht alles gut. Bleibt gesund und passt gut auf euch auf. <br />
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