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Geschichten unserer Weltreise, Blog über Australien, Neuseeland und Asien, Work and Travel, Backpacker

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Auf den Spuren des Reiches der aufgehenden Sonne...

In Osaka mussten wir uns erst mal wieder orientieren. Google Maps hatte uns geraten, die zwei U-Bahnstationen zum Hotel zu laufen. Veranschlagt waren dort dafür 15 Minuten. Nach dem Versuch die lokalen Karten zu deuten, ging es mit Sack und Pack los. Unglücklicherweise sind wir in die vollkommen falsche Richtung gelaufen, also sind wir dann doch mit der U-Bahn gefahren. Zu unserer Verteidigung müssen wir aber sagen, dass die Japaner ihre Karten, die überall in der Stadt anzufinden sind, nicht einnorden, sondern beliebig drehen. Da wir uns entlang der Schienen orientiert haben, aber die Karte 180 Grad gedreht war, liefen wir zwangsweise in die falsche Richtung. Das war uns eine Lehre und der Fehler ist uns später nicht noch mal passiert. Außerdem scheinen die Japaner nicht nur ihre Karten zu drehen wie sie lustig sind, sie laufen auch ständig auf einer anderen Seite. Das kann ganz schön anstrengend sein, vor allem an Bahnhöfen, wo eine Menge an Leuten von A nach B wollen. Normalerweise ist in Japan Linksverkehr, d.h. das man auch als Fußgänger auf der linken Seite läuft. In Tokio hat das auch fast reibungslos geklappt. Man läuft links und stellt sich links auf der Fahrtreppe an, damit die anderen vorbei laufen können. Kein Problem, aber in Osaka war plötzlich alles andersrum! Die Leute stellten sich rechts auf die Fahrtreppe und sind auch ständig auf der falschen Seite gelaufen. Nur wenn ein Aufpasser mit einem Megaphon dastand, hat es geklappt. Wie soll man da denn als Touri durchsehen, wenn die Japaner ja schon nicht klar kommen J? Ist halt ein lustiges Völkchen.

Am nächsten Tag wollten wir uns die Burg von Osaka genauer anschauen. Sie liegt mitten in der Stadt und ist von einem Park umgeben. Ein für japanische Verhältnisse riesiges grünes Fleckchen in Mitten des Häusermeeres und auf einem Hügel thront der Burgturm über allem. Der Platz vor dem Turm war dann eher wie ein Rummel. Diverse Essensstände und Souvenirläden reihten sich aneinander und Unterhaltungskünstler versuchten ihr Glück bei den umherwandernden Touris. Friedrich war in Probierlaune und hat sich Bällchen mit Mayonnaise und Gewürzen obendrauf geholt. Diese stellten sich als eine Art Fischbällchen heraus mit einem zähen Stück Tintenfisch drin. Einstimmig haben wir festgestellt, dass wir uns demnächst von Essbarem in Form von Bällchen fernhalten… Nach einem ausgiebigen Spaziergang um die Burg sind wir für den zweiten Teil des Tages zum Umeda Sky Buildung gefahren. Das Gebäude hat eine irre Architektur und eine ringförmige Aussichtsplattform oben drauf. Mit dem Fahrstuhl ging es hoch in einen der beiden Türme und mit einer Rolltreppe quer von einem Turm rüber zum anderen. Wir sind also in einer Glasröhre über dem Nix schräg zum Eingang des Aussichtsplattformringes gefahren. Dort oben hatten wir eine gute Sicht über die Stadt und umgebende Kansairegion. Weit und breit gab es nur bebautes Land, in der Entfernung konnten wir ein paar grüne Berge entdecken und natürlich das Meer. Die Fahrt zurück mit der Treppe durch den Glastunnel zum Fahrstuhl war Cindy nicht so einerlei, weil man dabei gut nach unten schauen konnte.

Zurück im Hotel haben wir das hoteleigene japanische Bad ausprobiert. Dieser Bäder haben in Japan eine lange Tradition und wurden früher oft von Leuten genutzt, die kein eigenes Bad zu Hause hatten. Heutzutage gehört es immer noch zur Kultur und wird gern zur Geselligkeit genutzt. Es  gibt jedoch einiges zu beachten, wenn man so ein Bad nutzen möchte, aber wir hatten uns vorher schon schlau gemacht. Jetzt ging es daran die Theorie in die Praxis umzusetzen. Grundsätzlich sind die Bäder fast immer getrennt nach Mann und Frau. Zuerst wäscht man sich blitzblank und dann geht’s noch mal zur Entspannung in ein heißes Bad für ein paar Minuten. Gewaschen wird sich sitzend auf kleinen Hockern mit einer Schüssel oder Brause. Wichtig ist es eigentlich nur keine Seife oder Shampoo mit in das gemeinsame Bad zu bringen. Dort setzt man sich rein, aber das Wasser ist so heiß, dass man es nur ein paar Minuten aushält. Mit Bademantel und Badeschlappen ging es zurück aufs Zimmer. Jetzt konnten wir auch richtig gut schlafen.

Nara ist die erste Hauptstadt Japans gewesen und dort stehen allerhand Tempel und von der UNESCO geschützte Gebäude. Diese befinden sich in einem Park, in dem Rehe frei herumlaufen und die Besucher nach Futter anbetteln. Am liebsten essen sie die Kekse, die an jedem zweiten Stand verkauft wurden. Rehe galten damals als göttliche Tiere und sind wie die Gebäude ein Überbleibsel der damaligen Zeit. Am frühen Nachmittag waren sie schon so voll gestopft, dass sie keinen Krümel mehr wollten, obwohl die japanischen Kids ihnen die Kekse direkt vor die Nase gehalten haben. Unter den ganzen buddhistischen Tempeln und schintoistischen Schreinen war ein Tempel besonders beeindruckend. In einem riesigen Gebäude, welches das größte Gebäude der Welt aus Holz sein soll, saßen drei riesige goldene Buddhas. Sie waren so groß, dass es über dem schon großen Tor des Gebäudes ein extra Fenster gab, damit die Buddhas auch mal nach draußen schauen können . Hinter den Statuen gab es eine Säule mit einem Spalt/Loch, dort haben die Leute ihre Kinder durchkabbeln lassen, bzw. geschoben, weil es Glück bringen soll. Wir waren wieder beeindruckt vom ehrfurchteinflößenden Prinzip: große Halle/Statuen und kleiner Mensch. Den Weg der 3000 Laternen fanden wir auch sehr schön. Leider werden die Laternen nur einmal im Jahr angezündet. So eine japanische Laterne sieht bestimmt auch gut im Garten aus . Nach ordentlich Staunen und Wandern ging es mit dem Zug zurück nach Osaka.

Der nächste Tagestrip sollte uns nach Kobe führen. Dort sind wir zuerst zu einem Viertel mit lauter Häusern im westlichen Baustil gelaufen, die von ausländischen Kaufleuten gebaut wurden. Die Szenerie wirkte wie eine Straße in Europa, meist mit französischen Cafés oder Restaurants. Die Künstler auf den Treppen erinnerten auch sehr an Paris. Danach sind wir zu einem Wasserfall gegangen, der hinter dem Bahnhof versteckt sein sollte. Mit ein bisschen Glück haben ihn auch gefunden, aber leider war er kein Blickfang, weil er von Beton umgeben war. Als wir zurück gelaufen sind haben uns die Japaner wieder mal verblüfft. An einer Stelle an der der Fluss, nachdem er in das Betonbecken gestürzt war, unter dem Bahnhofsgebäude verschwand, picknickten doch tatsächlich  mehrere Gruppen. Das wäre wohl eine der letzten Stellen, die wir für einen entspannten Nachmittag mit Freunden oder Familie ausgewählt hätten. Den Japanern hat das nichts ausgemacht. Kobe ist bekannt für seine Sakebrauereitradition, also ging es direkt zum Museum für traditionelle Sakeherstellung. Dort haben wir uns einer westlichen Reisegruppe angeschlossen und ihrer Begleiterin gelauscht, weil ansonsten alles nur in Japanisch ausgeschildert war. Die an die Führung angeschlossene Verkostung haben wir natürlich auch mitgenommen . Unsere Zeit neigte sich nun langsam dem Ende zu, aber einen Abstecher zum Kobe Tower haben wir uns nicht nehmen lassen. Dann noch etwas zu Essen in Chinatown eingeworfen und schon saßen wir wieder im Zug zurück nach Osaka. Ein japanisches Bad am Abend rundete den Tag wieder ab.
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R
<br /> Hallo Fernreisende,<br /> <br /> <br /> Besten Dank für die Karte aus Korea, auch Neuland für die Sammlung. Eine gute Nachricht,<br /> <br /> <br /> die zweite Mannschaft bleibt in der Landesliga. Der HC Spreewald hat uns gerettet, sie steigen nach Siegen in der Relegation gegen Berlin Prenzlauer Berg in die Ostsee Spree Liga auf. Das erspart<br /> uns die Relegation, das darf uns in der neuen Saison nicht noch mal passieren. <br /> <br /> <br /> Viele Grüße aus der Heimat<br /> <br /> <br /> Roland und Familie. <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br />
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