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Geschichten unserer Weltreise, Blog über Australien, Neuseeland und Asien, Work and Travel, Backpacker

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Die Südinsel Neuseelands...

Oje, nun ist schon März und der Blog meilenweit hinterher. Das bringen wir jetzt mal wieder in Ordnung, denn wir sitzen gerade auf der Fähre Richtung Nordinsel fest.

Geendet hatten wir bei den Gletscherseen Lake Tekapo und Pukaki, die leuchten im Sonnenschein fast unnatürlich hellblau, weil sich im Wasser Abrieb von Gesteinen befindet, der beim Wandern des Eises entsteht. Schaut euch einfach mal die Bilder an! Nächster Stopp war der größte Berg in Neuseeland, der Aoraki oder auch Mt. Cook genannt. Bei weit über 3000m ist klar, dass wir dort wohl nicht hochklettern können, aber die Aussicht hatte schon was. Cindy meinte, dass es hier ja fast so aussieht wie zuhause in den Alpen. Österreich auf der Südhalbkugel! Also haben wir uns gleich eine Heiße Schokolade geholt und die Sonne genossen. Friedrich hatte seinen Spaß im Museum, indem umfangreich die Geschichte der Erstbesteigung des Berges und die des neuseeländischen Nationalheiligen Sir Edmund Hillary erzählt wurde. Sir Ed, wie er von den Kiwis genannt wird, war der erste Mensch auf dem Mt. Everest, dem höchsten Berg der Welt. Das Museum hatte auch ein klasse Kino mit Observatorium. Dort wurden Shows zur Natur Neuseelands, dem Sternenhimmel der Südhalbkugel, der Entstehung des Universums und von schwarzen Löchern gezeigt. Irgendwie war es so interessant, dass wir den halben Tag dort verbracht haben.

Nach genug Höhenluft ging es wieder zurück an die Küste entlang von Flusstälern. Bei einem Zwischenstopp haben wir uns eine Steinformation namens Elephant Rocks angeschaut, die auf einer Schafweide zu finden waren. Die sind interessant, weil sie einerseits mal Kulisse für den Film Narnia waren und total rundgelutscht sind. Diese besondere Form findet man eigentlich nur, wenn Gestein durch Wasser verwittert. Sie sind also u.a. ein Beweis, dass Neuseeland vor Tausenden von Jahren zu großen Teilen unter Wasser lag und sich aktuell immer noch hebt. Zurück an der Küste eroberten wir die Küstenstadt Omaru. Sie ist heutzutage ein Touristenort mit einer innovativen Künstlerszene. So sind wir durch die Straßen geschlendert und haben ihnen über die Schulter geschaut. Eine Überraschung hatte die Stadt in ihrem Zentrum noch für uns bereit. Dort standen einige große imposante Kalksteingebäude, die im Kontrast zu den vor Ort üblichen Holzhäusern oder maximal zweistöckigen Gebäuden standen. Omaru war vor ca. 100 Jahren eine der am stärksten wachsenden Städte in Down Under durch das Aufkommen der gekühlten Verschiffung von Fleisch nach London. Da schon nach ein paar Jahren der Boom vorbei war, wurde das Wachstum abrupt gestoppt und die Gebäude sind jetzt als touristische Attraktion übrig. Südlich der Stadt befinden sich die Moeraki Boulders. Das sind kugelrunde Steine, die direkt am Strand liegen. Am Abend hatten wir noch Glück bei der Pinguinbeobachtung und wir konnten ein paar Gelbaugenpinguine aus dem Meer über die Steine zu ihren Höhlen hüpfen und watscheln sehen. Die waren deutlich größer als die Tiere, die wir in Tasmanien gesehen haben und da sie wohl keine Feinde haben, warteten sie auch nicht bis zur Dunkelheit.

Dunedin haben wir an den beiden nächsten Tagen unsicher gemacht. Nach einer kurzen Orientierungsrunde durch die City haben wir direkt das Otago Museum angesteuert. Dort gab es eine beeindruckende Ausstellung zu den Erdbeben in und um Christchurch und deren Auswirkungen. Es wurde erklärt warum die letzten größeren Beben so verherrend waren, warum Teile der Stadt nicht mehr bewohnbar sind und wie die Menschen damit umgegangen sind. Wie lebt man in einer Stadt, die über mehrere Jahre mit Erdbeben geplagt wird? Nach diesen bewegenden Eindrücken sind wir am nächsten Tag auf die Otago Halbinsel gefahren und haben versucht Albatrosse aufzuspüren. Obwohl eine ordentliche Briese ging konnten wir keinen entdecken. So haben wir die Aussicht genossen und haben uns am Abend zurück in der Stadt unters Volk gemischt. Es war Chinesisches Neujahr und es gab eine kleine Parade mit einem Drachen vorneweg und Bühne am Zielort mit Abendprogramm und Fressbuden. Wir haben ein paar Teigtaschen gemampft und vor der Bühne abgelungert. Es wurden nicht nur typisch chinesischer Tanz oder Musik gezeigt, sondern alles was die Stadt zu bieten hatte. Sehr multikulturell, wie die Bewohner eben.

Danach ging die Reise weiter zu den Catlins. Einem eher  dünn besiedelten Gebiet mit interessanten Klippenformationen. Dort waren wir auch beim Slope Point. Das ist der südlichste Punkt der Südinsel Neuseelands und höchstwahrscheinlich der südlichste Punkt unserer gesamten Weltreise. In einem Rutsch sind wir dann auch von dort Richtung Inland bis zum Lake Te Anau gefahren. Einer der bekannteren Mehrtageswanderwege beginnt und endet hier. Auf dem Kepler Track haben wir dann eine Tageswanderung gemacht. Der Weg führt zuerst über einen Fluss per Hängebrücke und dann durch tollen Regenwald bis zu einem anderen See. Dort haben wir dann kehrt gemacht und sind zurück gelaufen. Als Nächstes stand eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound an. Das ist einer der größten Fjorde in Neuseeland. Hier soll es öfter regnen als nicht regnen. Hier gibt es unendlich viele Sandfliegen. Man läuft die ganze Zeit umgeben von einem Schwarm von den kleinen Biestern rum. Die beißen einen und dann bekommt man davon kleine Entzündungen, die jucken etwa so wie Mückenstiche. Die Tour war trotzdem sehr schön mit den Bergen, die direkt in den Fjord abfallen und den vielen Wasserfällen. Als wir wieder am Parkplatz waren und weiter fahren wollten, haben wir Moon gesehen. Das war der Spaceship-Camper den wir nach einer Woche zerlegt haben. Die Leute im Auto haben uns ganz verwirrt angeschaut, weil wir ihr Gefährt angestarrt und auch noch ein Foto gemacht haben .

Queenstown ist die selbsternannte Abenteuerhauptstadt der Welt. Dort wurde u.a. der erste kommerzielle Bungeesprung angeboten. Hier gibt es quasi alles für Adrenalinjunkies, beispielsweise  Jetboot fahren, Fallschirmspringen, größter Bungeesprung der Welt und die größte Schaukel der Welt. Letztere haben wir im Tandem gemacht. 70m freier Fall zum Schwung holen und danach noch ein paar Mal schaukeln am 120m langen Stahlseil. Die Aussicht war auch super! Sollte jemand ein Problem mit Höhe haben, kann er sich danach geheilt fühlen. Ein weiterer Höhepunkt war ein Park indem die vielen verschiedenen neuseeländischen Vögel zu sehen waren. Dort gab es auch die Möglichkeit Kiwi`s zu sehen. Die Wollknäuele sind nachtaktiv und deswegen am Tag nur sehr schwer zu erspähen. Im Kiwihaus wird mit Hilfe von Lampen der Tag-Nacht-Rhythmus umgekehrt, sodass die Besucher am Tag die Kiwis beobachten können. Die tollpatschigen Vögel stochern die ganze Zeit den Boden nach Essbarem durch. Nach diesen aufregenden Tagen ging es für uns weiter an die Westküste. Vorbei an wunderschönen Bergseen mit Postkartenpanorama sind wir über die Alpen gefahren. Da es auf dieser Seite viel öfter und heftiger regnet, gibt es tolle Regenwälder und Wasserfälle zu bestaunen. Das Meer ist auch viel rauer und stürmischer. Zu unserer Belustigung gibt es hier Unmengen an Mücken und Sandfliegen... Warum die unbedingt alle bei uns im Auto schlafen wollen?

Unser Ziel an der Westküste war es auf einem der beiden Gletscher zu wandern. So haben wir eine Ganztagestour auf dem Fox Gletscher gebucht, denn aufs Eis kommt man nur mit Gletscherführer. Unser Guide war Joe aus England, der ähnlich wie wir die Welt bereist und überall mal arbeitet als Touristenführer. Zu unserer Überraschung konnte er richtig gut deutsch sprechen, er hatte es in der Schule gelernt. Ausgestattet mit ordentlichen Wanderschuhen und den „Grampons“ (Spikes) sind wir in den Bus gestiegen und haben uns auf zum Gletscher gemacht. Dort ging es über einen Wanderweg durch den Regenwald zum Aufstiegspunkt ins Eis. Nun mussten die Metallschienen über die Wanderschuhe montiert werden und dann ging es los. Auf dem Eis zu wandern und die kuriosen Formationen zu bestaunen war viel besser, als wir es uns vorgestellt haben. Das Eis schimmert so blau, wie die Gletscherbonbons, die es zuhause zu kaufen gibt. Auf dem unteren Teil des Gletschers ist die Oberfläche meist eben und nicht so spannend. Nach einer Stunde bergauf mit den Grampons an den Füßen wurde es richtig interessant. Der Gletscher türmt das Eis auf und bildet gleichzeitig Schluchten durch die wir gelaufen sind. Manchmal wurde es richtig eng. Das eigentlich erstaunliche ist, dass sich der Gletscher jeden Tag verändert und die Guides jedes Mal Treppen haken oder auch ganz neue Routen finden müssen. Nach dem anstrengenden Tag im Eis haben wir geschlafen, wie die Murmeltiere.

Die Westküste haben wir über den Arthur Pass wieder verlassen, um auf der anderen Seite weiter zu reisen. Unser Campplatz kurz hinter dem Pass wurde von drei Keas unsicher gemacht. Die neugierigen Vögel klauen alles was nicht niet- und nagelfest ist. Zu unserem Lagerfeuer ist dann noch ein deutsch/amerikanisches Pärchen zugestoßen und wir haben einen lustigen Abend verbracht. Nach ein paar Flaschen Wein, die die beiden noch im Bestand hatten, war der Höhepunkt, als Sie zum ihrem Auto geht um etwas zu holen. Unglücklicherweise hatte zwischen unseren Autos ein anderer Camper geparkt und der guckte nicht schlecht, als die Kofferraumklappe mitten in der Nacht auf ging. Endlustig, wenn das live passiert!

In Kaikoura wollten wir ursprünglich mit Robben schwimmen gehen, aber das Wetter war nicht so grandios, also haben wir das verschoben. Da dort nicht viel los war haben wir noch eine halbtägige Wanderung unternommen und sind dann weitergefahren. Bei einem weiteren abendlichen Lagerfeuer haben wir vier Amerikaner aus Kalifornien kennengelernt. Zwei von denen leben in Melbourne und haben uns angeboten bei ihnen in der Einfahrt zu übernachten, wenn wir wieder in Australien sind. Es ist immer gut in einer großen Stadt nen Anlaufpunkt zu haben .

Das nächste Abenteuer sollte unsere erste Mehrtageswanderung sein. Also haben wir unsere Rucksäcke gepackt und dann ging es ab in die Natur für drei Tage. Übernachtet haben wir in Hütten in denen wir mit 12 bzw. 14 Leuten in einem Raum geschlafen haben, jeweils 6/7 Matratzen nebeneinander. Das ist an sich ganz passabel, wenn da nicht die Schnarcher wären, denn dummerweise hatten wir die Ohrenstöpsel vergessen. In der ersten Nacht sind wir einfach in die Küche umgezogen und in der zweiten Nacht hatten wir Glück mit den Nachtmusikanten. Wir sind jeden Tag 11 bis 13 km im Abel Tasman National Park gewandert. Der Weg führt an der Küste entlang, mal direkt am Strand, aber meistens auf einen erhöhten Weg durch den Wald. Die Natur ist hier wunderschön und wir sind aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen. Einprägsamstes Highlight für Cindy war die Flussüberquerung am letzten Tag. Da wir unser Wassertaxi zurück zum Ausgangspunkt erwischen mussten, blieb uns nichts anderes übrig, als eine Flussmündung bei Flut zu überqueren. Das heißt Badeklamotten an und die Rucksäcke überkopf zur anderen Seite transportieren. Klingt leicht wären da nicht die Stachelrochen im Wasser! Die sind natürlich total scheu und tuen keinem Wanderer etwas, aber Cindy war das trotzdem nicht geheuer. Nachdem Friedrich den zweiten Rucksack geschnappt hatte und vorneweg ging war das Hindernis auch gemeistert. Lustigerweise haben wir uns am letzten Tag so beeilt, dass wir ca. 2 Stunden eher dran waren und ein Taxi eher genommen haben. Der Ausblick auf die Küste vom Boot hat uns dann den Abschied noch mal versüßt. Einstimmig haben wir festgestellt, dass wir so etwas noch mal machen. Einziger Verbesserungspunkt liegt wohl bei der Vorbereitung. Die schon erwähnten Ohrstöpsel oder auch Besteck, das wir bis auf ein Taschenmesser vergessen hatten, wären wohl nicht schlecht gewesen .

Nach so einer Wandertour haben wir ein paar ruhigere Tage eingeschoben. Das heißt lange schlafen mit langem Frühstück und gechilltem Tagesprogamm. So haben wir uns im Japanischen Garten von Neslon einen ersten Vorgeschmack auf unsere Asienreise geholt. Den geografischen Mittelpunkt Neuseelands haben wir auch besucht. Interessant, dass der zufällig genau auf einem Hügel liegt… Eine Rundfahrt durch das bekannteste neuseeländische Weinanbaugebiet Malborough sollte unsere letzte Tat auf der Südinsel sein. Friedrich hat Cindy von Weinverkostung zu Weinverkostung gefahren und den Rest könnt ihr euch ja denken . Den wirklich letzten Tag haben wir ganz entspannt in Picton verbracht und haben am nächsten Tag die Fähre genommen.

Wie ihr euch sicher denken könnt ist dieser Roman nicht ausschließlich auf der Fährfahrt entstanden. Es ist schon wieder so viel passiert, dass ein weiterer Blog fällig ist. Der kommt auch direkt im Anschluss, versprochen!

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R
<br /> Hallo Weltenbummler,<br /> <br /> <br /> Danke für die weitest gereiste Karte aus Neuseeland. Ihr seid nun schon ein Jahr unterwegs in aller Welt, und habt sehr viel gesehen und erlebt. <br /> <br /> <br /> Wir sind schon gespannt auf euer nächstes Reiseziel und werden euren Weg weiter verfolgen. Bei uns will der Winter kein Ende nehmen.<br /> <br /> <br /> Bleibt gesund und passt gut auf euch auf.<br /> <br /> <br /> Viele Grüße <br /> <br /> <br /> Roland und Famielie.<br />
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