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Geschichten unserer Weltreise, Blog über Australien, Neuseeland und Asien, Work and Travel, Backpacker

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Schwieriger als gedacht...

Niemand hat gesagt, dass es einfach wird… In Australien wollten wir die Touri-Schiene verlassen und hier mit dem eigenen Auto durchs Land reisen und hin und wieder mal arbeiten gehen, um den ganzen Spaß zu finanzieren. Dazu hatten wir uns schon von zu Hause aus, um ein Work and Holiday Visa gekümmert. Die Einreise lief auch total problemlos. Die nette Passkontrollerin sagte nur, auf unsere Nachfrage, ob mit dem Visa alles ok ist, „Have fun!“ Unser Hotel in Melbourne hatten wir erstmal für 3 Nächte gebucht. Unser Ziel war es so schnell wie möglich raus aus dem Hotel und rein ins Auto .  

Die erste Woche in Australien war für uns ziemlich anstrengend. Wir hatten eine Menge To Do`s auf dem Zettel und wir fingen direkt nachdem wir unsere Taschen im Hotel abgestellt hatten, damit an sie abzuarbeiten. Steuernummer und ein australisches Konto standen zuerst auf dem Plan. Das war noch recht einfach und ein paar Stunden später konnten wir uns mit dem nächsten Punkt beschäftigen – dem Autokauf! Wir haben uns im Vorfeld schon ziemlich genau überlegt, was für ein Auto wir kaufen wollen. Unser Favorit war ein Van von Mitsubishi mit 4x4, nur davon gibt es leider nicht so viele, und an der zweiten Stelle war ein Geländewagen von Mitsubishi (Pajero). Glücklichweise konnten wir am ersten Tag auch noch eine Probefahrt für einen Mitsubishi Pajero vereinbaren. Nur leider war das Auto in keinem guten Zustand und das Backpackerpärchen wirkte auch etwas komisch. Also lieber Hände weg und weiter suchen.

Am nächsten Tag hatten wir eine Anzeige von unserem Favoriten im Internet gefunden - einem Mitsubishi Express Van mit 4x4. Die Bilder in der Anzeige waren vielversprechend, der Van ist nämlich in Kuhoptik bemalt . Nachdem Cindy Friedrich mit dem Argument überzeugen konnte, dass es ja egal ist wie das Auto von außen aussieht, wichtig ist ja nur, dass alles in Ordnung ist;  sind wir am nächsten Tag los, um uns den Van anzuschauen. Wir konnten das Kuhauto auf dem Parkplatz schon von Weitem aus der Straßenbahn sehen. In dem Moment wusste Cindy schon, das is er (weibliche Intuition)! Friedrich wurde dann von den rationalen Gründen überzeugt: der Motor ist überholt worden, neue Kupplung, 4x4, sparsame 2,4 l Maschine und ein Haufen Stauraum. Friedrich übernahm dann die Probefahrt (Zum Glück hat er vorher 6 Monate bei Porsche ein Praktikum gemacht, so wusste wenigstens einer von uns, worauf zu achten ist.). Da wir aber beide keine Mechaniker sind und wir auf Nummer sicher gehen wollten, vereinbarten wir mit den beiden Besitzern, dass wir noch mal zu einem Mechaniker fahren wollen, um das Auto zu checken. So verbrachten wir die nächsten Tage damit eine Werkstatt zu finden, um einen Termin auszumachen, der nicht erst in 7 Tagen ist!!! Ihr glaubt gar nicht, wie schwierig das war. Wir haben bestimmt bei 30 Werkstätten angerufen und nix war frei – zum verzweifeln. Irgendwann hatten wir dann doch eine Werkstatt gefunden. Das Auto wurde auf Herz und Nieren geprüft und für gut befunden. Es gab nur ein paar kleinere Sachen, die repariert werden mussten. Super war, dass uns der Werkstatttyp gleich aufgeschrieben hat, was das alles kostet, so hatten wir eine gute Position bei der Preisverhandlung des Autos . Nachdem wir vier uns über den Preis einig waren, trafen wir uns am nächsten Tag zur Übergabe. Kaufvertrag noch schnell ausgefüllt, ab zur Bank und Kohle auf den Tisch und dann alte Besitzer raus, neue Besitzer rein - die Muh war unser!

Die nächsten 3 Tage verbrachten wir damit immer wieder zur Werkstatt zu fahren, um unser Eigenheim in Schuss zu setzten. Am Freitag, also eine Woche nach Ankunft in Australien, war es dann endlich so weit. Unser Roadtrip konnte losgehen…

Das der Mai in Australien der späte Herbst ist, wurde es in Victoria ziemlich frisch und regnerisch (Am Tag 15 °C, in der Nacht 5 °C). Deswegen verbrachten wir die zweite Woche damit so schnell wie möglich Richtung Norden zu fahren, denn Campen im Auto, wenn es regnet, ist ziemlich doof. Canberra, die Hauptstadt Australiens wollten wir uns aber nicht nehmen lassen, so sind wir von unserer Küstenstrecke abgebogen und sind ein Stück ins Landesinnere gefahren. Eigentlich hätte der Ausflug auch richtig schön werden können, denn in Canberra gibt es viele kostenlose Museen, einen großen See und viele Parks. Leider hatten wir am zweiten Tag in Canberra überhaupt keinen Bock mehr, was zu unternehmen… Friedrichs Portmonee war nämlich weg. Wir haben keine Ahnung, was damit passiert ist, ob er es verloren hat oder ob es jemand geklaut hat. Wir wussten nur gestern war`s noch da und heute ist es weg! Und damit auch der Führerschein, die Visakarte, die Girokarte und die australische Girokarte und ca. 150 $. Was für eine Scheiße!!! Wir haben das ganze Auto auf den Kopf gestellt, aber leider hoffnungslos. Das Portmonee war einfach nicht mehr da. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was für eine Bombenlaune wir dann beide hatten… Nachdem wir alle Karten haben sperren lassen und wir bei der Polizei waren, sind wir zu unserem Rastplatz zurückgefahren und wollten einfach nur, dass dieser Scheißtag vorbei geht. Am nächsten Tag hatten wir uns wieder etwas gefangen und die Situation akzeptiert – hatten ja auch keine Wahl . Damit Canberra für uns kein völliger Reinfall wird, haben wir am nächsten Tag ein paar Museen abgeklappert. So haben wir festgestellt, dass die Australier überhaupt keine Ahnung haben, wie man Dinge ausstellt. Selbst im Nationalmuseum war allerlei Quatsch scheinbar willkürlich aneinander gereiht. Vielleicht liegt es daran, dass die Australien noch eine junge Nation ist, die ihre eigene Kultur noch entwickeln muss und deshalb einen Haufen Unsinn -  mit offensichtlich britischen Wurzeln - ausstellen. Vielleicht haben wir die Logik dahinter auch nicht durchschaut .

Nachdem wir Canberra und das Portmoneedebakel hinter uns gelassen haben, stand Sydney auf dem Programmpunkt. Und wir können berichten, dass Sydney echt ne beeindruckende Stadt ist. Allein die Oper im Hafen von Sydney wirkt schon ziemlich imposant, außerdem gibt es wunderschöne Parks. Wie viele Städte haben schon einen Hafen, Kultur, Strände und Sonnenschein zu bieten? Das sind wohl nicht so viele… Da man in Sydney nicht campen kann, mussten wir ziemlich weit aus der Stadt raus fahren. Aber so haben wir wieder was Krasses mitbekommen. Unser Camp 6 Buch (da stehen alle möglichen kostenlosen Campingplätze drin)  führte uns nach Richmond einem Vorort von Sydney. Hier war ein richtiger Campingparkplatz mit Toilette und kostenloser Dusche. Der Campingparkplatz gehörte zum Gemeindezentrum des Ortes. Wir mussten uns lediglich anmelden und schon bekamen wir den Pin für die Parkplatzschranke. In den nächsten Tagen fanden wir heraus, dass das sogenannte Gemeindezentrum eigentlich ein getarntes Casino war, was unter anderem einen auf Community tut. Echt verrückt, aber uns soll es nur recht sein. So konnten wir dort 3 Tage campen und hatten Zeit Sydney unsicher zu machen und ein Tagesausflug zu den berüchtigten Blue Mountains war auch noch drin. Super Sache!

Der nächste Stopp war im Hunter Valley, dem Geburtsort des australischen Weins. Hier verbrachten wir ebenfalls 2 Tage. Highlights waren eine Weinführung, eine Weinverkostung (8 verschiedene Weine, danach brauchten wir ne kurze Pause ), eine Käseverkosten, eine Olivenverkostung und eine Brauereiführung mit Bierverkostung (danach brauchten wir die nächste Pause). Wie ihr euch vorstellen könnt, haben wir uns hier sehr wohlgefühlt.

Danach ging es weiter die Ostküste hoch. In den letzten Tagen haben wir ein paar National Parks an der Küste besucht. Manche liegen wirklich wunderschön am Meer und haben tolle Salzwasserseen zu bieten. In unserem ersten National Park waren wir etwas übermütig und wollten unbedingt am Strand entlang fahren. Ist an sich auch kein Problem gewesen, wir haben ja schließlich einen 4x4 Van. Nur leider waren wir so euphorisch, dass wir nicht richtig auf die Spuren geachtet haben und wir voll in den weichen Sand gefahren sind… Das war zu viel für die Muh und wir haben uns fachmännisch festgefahren! Ein Glück, dass ca. 20 Minuten später ein netter älterer Australier vorbei kam, um uns zu retten. Die ganze Aktion dauerte ungefähr 2 Stunden. Was für ein Mist! Wir kamen uns ziemlich doof vor, weil wir keine Ahnung hatten was wir tun sollten und der arme Mann fast alles alleine machen musste. Irgendwann waren wir wieder draußen und so schnell wie der Australier da war, war er auch wieder weg. Wir hatten nicht mal die Gelegenheit uns richtig zu bedanken. Zum Glück haben wir ihn dann noch mal gesehen und wir konnten ihm noch mal die Hand schütteln. Er sagte nur „No Problem!“. Etwas unter Adrenalin (weil unser Hausverlust drohte) verließen wir dann das Schlachtfeld (den Beach) – Muh musste erstmal ihre Wunden lecken, was sie mit einem lautstarken Quietschen zum Ausdruck brachte. Immerhin wissen wir nun, wie man sich wieder ausbuddelt, wenn man sich festfährt.

Der erste Monat in Australien ist nun fast um, und wir haben viele Erfahrungen gemacht. Auf manche hätten wir sicherlich verzichten können, wie das verlorene Portmonee oder das Festfahren am Strand. Aber wir sind sicher, dass es die ersten Siedler in Australien auch nicht so leicht hatten .

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S
<br /> huhu ihr zwei... oder besser.. g'day mate!!! schön, dass es jetzt so richtig los geht!! cruising OZ!!!! echt geil bin total neidisch... und ja es läuft nicht immer alles glatt... aber alles wird<br /> gut!!! und am ende sind die nicht so tollen sachen unr noch ne witzige story... also no worry...  have fun!!!! und sand fahren, auto festfahren und ausbuddeln ist wichtig... Fraser Island,<br /> outback und der Westen werden euch noch forndern.... also immer schön üben und buddeln :-)) also viel spasssss.... viele grüße aus Leipzig.... steffen<br />
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R
<br /> Hallo Weltenbummler,<br /> <br /> <br /> vielen Dank für die schöne Karte aus Saigon, ich habe mich wie immer sehr darüber gefreut. Unsere Sporthalle bekommt ein neues Parkett für die neue Saison. Ich verfolge eure Reise sehr<br /> aufmerksam, passt gut auf euch auf und bleibt gesund.<br /> <br /> <br /> Viele Grüße von Roland und Familie. <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br />
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R
<br /> Na, das klingt ja sehr abenteuerlich. Das mit der Geldbörse tut mir leid, aber ihr scheint ja den Schock wieder recht schnell verdaut zu haben. Bei mir ist alles in Ordnung. Felix hat nun seinen<br /> VW Bus und nun können wir endlich auch unsere Touren starten. Nächste Woche geht es erstmal drei Tage an einen Berliner See. Wir wollen unser neues Busbett und Herd usw. austesten, bevor es auf<br /> größere Tour nach Kroatien geht. Das aber erst im August. Ich wünsche euch noch viel Spaß in Australien und ich freue mich ganz doll auf den nächsten Bericht und vielleicht mit weniger Chaos.<br /> Aber mit einer Kuh durch Australien, da muss einfach etwas Abenteuer dabei sein! Ach...übrigens ich habe jetzt Internet in Berlin. Aber jetzt seid ihr wahrscheinlich nicht mehr so regelmäßig<br /> online, ne? ;-) Bis bald!<br />
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