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Die Arabischen Emirate sind schon ein eigenes Universum für sich. Vor 50 Jahren gab es hier nur Wüste und ein paar Hütten aus Palmenblättern. Jetzt gibt es hier fast alles und davon nur das Beste, aber der Reihe nach. Noch mal vielen Dank für die standesgemäße Verabschiedung am Flughafen mit Sekt und Winken, bis der Arm abfällt. Angekommen in Abu Dhabi hat uns der Passkontrolleur erst mal völlig verwirrt. Nachdem er mitbekommen hat, dass wir aus Deutschland kommen, hat er uns gefragt: „ESTEMAH?“ Nachdem er uns grinsend fünfmal danach gefragt hatte, übersetzte er es für unsere zerknietschten Gehirne mit „First time in UAE?“ Naja woher sollten wir auch wissen, dass der nette Araber seine Deutschkenntnisse an uns ausprobieren wollte.
Nachdem wir in Dubai per Bus angekommen waren, wollten wir uns in die nächste Metro setzen und zu unserem Hotel düsen, um unsere schweren Rucksäcke los zu werden. Allerdings mussten wir feststellen, dass Freitag der heilige Tag bei den Muslimen ist. Das heißt, es ist kaum was los und es fahren natürlich auch keine Züge! Also mussten wir mit unseren müden Füßen das gesamte Gepäck die gefühlten 100 Treppenstufen der modernen überirdischen Train Station wieder herunter schleppen und das nächste Taxi suchen. Somit hatten wir immerhin schon mal die voll klimatisierten Bahnhöfe der Metro erlebt.
Dank Nachtflug stand uns jetzt noch der halbe Tag zur Verfügung. Unerschrocken stapften wir tourimäßig in der Mittagshitze zur Burjuman Mall. Dort haben wir uns Tickets für den Hop-On Hop-Off Bus für die nächsten beiden Tage organisiert inklusive Nachttour und Tagesausflug in die Hauptstadt Abu Dhabi. Damit war das Programm für die Tage in UAE grob abgesteckt. Für den restlichen Tag haben wir uns dann die Strandtour vorgenommen mit Jumeirah Moschee, Jumeirah Strand, Burj Al Arab und Palmeninsel. Also schon ganz sportlich für den ersten Tag. Am beeindruckendsten war hier die künstlich aufgeschüttete Insel in Palmenform und das riesige Hotel an der Spitze der Insel. Die Leute hier haben Gefallen an künstlichen Inseln gefunden und somit noch eine in Form der Welt (the world) geplant und eine größere Palmeninsel, die sieben Mal so groß werden soll, wie die Jetzige. Am nächsten Tag haben wir uns das geschäftige Treiben in der Altstadt von Dubai mit seinen Märkten angeschaut. Hier ist uns aufgefallen, was der Reiseführer aus der Dose im Bus schon verraten hatte. Die Einwohner des Landes sind deutlich in der Unterzahl und in Dubai ist es schon fast selten mal einen Einheimischen im traditionellen weißen Gewand zu treffen. Die Relation liegt bei 20 % Einwohnern zu 80 % Ausländern, die hier arbeiten. Dass dies ohne größere Probleme funktioniert zeigt die Offenheit und Toleranz der Menschen hier. Höhepunkt des Tages war eine Fahrt auf dem Dubai Creek mit dem Wassertaxi, die werden ganz selbstverständlich, wie Busse von den Leuten genutzt und sind lustig anzuschauen. Am Abend haben wir uns dann Dubai bei Nacht angeschaut, hier konnten wir die vielen beleuchteten Gebäude bewundern.
Der dritte Tag begann mit dem Besuch in einer Moschee, die dürfen normalerweise nicht von Ungläubigen betreten werden, aber im Rahmen der kulturellen Verständigung und weil Toleranz groß geschrieben wird, kann man in bestimmten Moscheen (in Dubai und in Abu Dhabi) an Führungen teilnehmen. Die Führung war sehr interessant und wir haben eine Menge an Eindrücken über den Islam gewonnen. Nachmittags ging es auf Wüstensafari in die Wüste raus. Als Wüstenschiff stand uns ein Toyota Landcruiser zur Verfügung und unser Fahrer hatte einen ziemlich heißen Reifen drauf. Nachdem wir mitbekommen haben, dass auf Cindys Seite der Angstgriff abgerissen war und unser Chauffeur mit Latschen durch die Straßen Dubais raste, wussten wir, dass es lustig werden sollte. In der Wüste angekommen haben wir noch einen kurzen Stopp gemacht bevor es richtig losgehen sollte mit dem Dunenreiten J. Hier war ein kleines Lager an dem man Quad fahren, Kamel reiten und Tourizeugs kaufen konnte. Aufgefallen waren uns nur zwei Affen, die in ihrem Käfig mit Sand und Müll saßen und uns voll Leid taten. Irgendwie fanden es alle anderen Touris dort lustig die beiden mit Chips zu füttern – echt krank!
Das anschließende Dünenreiten war dann, wie schon vermutet die reinste Achterbahnfahrt und die Jeeps fuhren wie die Armeisen nacheinander durch die Landschaft. Das Erlebnis hat sich echt gelohnt. Die Safari wurde dann in einem gemütlich gestalteten Beduinencamp beendet. Hier gab es leckeres Buffet mit den landestypischen Köstlichkeiten. Der Nachtisch war mit am leckersten, obwohl er wie Frikassee in der Mensa ausgesehen hat. Müde und sandig von Kopf bis Fuß sind wir dann im Hotel gelandet. Heute stand der Tagesausflug nach Abu Dhabi auf dem Plan. Hier mach ich es kurz: Hauptstadt, viele Ministerien, großer Flugplatz, große Malls, größte Moschee in UAE und alles was für Touris ist, befindet sich noch im Bau. Abu Dhabi ist im Moment eine riesige Baustelle!
Morgen machen wir noch den größten Turm der Welt unsicher und eine Fahrt auf dem Dubai Creek entlang. Abends geht’s dann zum Flieger nach Bangkok über Colombo, Sri Lanka.
Bis bald!
PS: Fotos siehe Fotoalbum