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Wie angekündigt waren wir in einem Höhlensystem, also unter Tage raften. In Fachkreisen wird es Black Water Rafting genannt. Wir haben uns in einen Wetsuit gequetscht, Schuhe angezogen, die wie abgeschnittene Gummistiefel aussahen, Helme mit Rundumbeleuchtung aufgesetzt und uns mit einem Gummiring bewaffnet. Dann sind wir zur Höhle gefahren und los ging der Spaß. Entlang eines Flusses, der unter der Erde verläuft sind wir gewandert, gekrochen und geschwommen. Das Wasser war hundekalt, aber mit der Bewegung war es auszuhalten. Der Tunnel war zu Beginn eher klein und wir sind gebückt gegangen. Gegen Ende wurde er immer größer und hat einer riesigen Felsspalte geähnelt. Außerdem war es stockfinster. Es war gar nicht so einfach, dort entlang zuklettern, da die Steine spitz und im Boden immer wieder Löcher waren. Zum Glück konnten wir uns nach einer Weile gemütlich in unseren Ring setzen und einfach den unterirdischen Fluss entlang paddeln. Die vielen Glühwürmchen an der Decke waren wirklich beeindruckend und wirkten total romantisch. Das Romantische vergeht aber ganz schnell wieder, wenn man erfährt warum die kleinen Dinger so schön leuchten
. Das Licht verwenden sie, um andere Insekten anzulocken, die sie dann in ihren klebrigen Fäden fangen und später auffuttern. Das Licht entsteht als Endprodukt ihrer Verdauung… schön oder
? Der aufregendste Teil der Tour sind drei Sprünge rückwärts mit dem Gummiring unterm Arsch über Wasserfälle. Das macht in einer Höhle natürlich ordentlich Spaß, weil die Wasseroberfläche schwer zu sehen ist. Man springt irgendwie ins Dunkle und Ungewisse. Als wir dann wieder Tageslicht sahen, waren wir zwar froh bald aus dem kalten Wasser raus zu seien, aber traurig, dass der Spaß schon wieder vorbei war. Leider haben wir keine Bilder von der Tour, da Kameras aus Sicherheitsgründen verboten waren, außerdem hätte denen das Wasser auf keinen Fall gut getan
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Als Nächstes stand die Coromandel Peninsula auf dem Programm. Das ist eine wunderschöne Halbinsel auf der man die Goldgräbergeschichte Neuseelands erforschen oder am Strand relaxen kann. Wir taten Beides. Als erstes haben wir uns ein paar stillgelegte Tunnelsysteme angeschaut und haben Goldgräberstimmung eingeatmet. Gefunden haben wir aber nur ein paar Glühwürmchen. Ansonsten haben wir entspannt, waren wandern und haben die Natur genossen.
Danach sind wir in Richtung Far North gedüst, denn hier haben schon die riesigen Kauribäume auf uns gewartet. Und das schon ca. 1500 Jahre lang
. Bevor Neuseeland besiedelt wurde und hier der Bauboom ausbrach, standen in den Wäldern überall riesige tausend Jahre alte Kauribäume. Übrig sind heute leider nur noch ein paar vereinzelte Gebiete in denen diese Bäume überhaupt noch vorkommen. Im Waipoua Forest Park haben wir die Riesen, die eigentlich gar nicht so hoch, aber dafür unglaublich dick sind, besucht. Man glaubt gar nicht, was diese Riesen für eine Wirkung haben. Alle anderen Bäume wirken dagegen wie Streichhölzer. Echt Wahnsinn.
Danach ging es weiter zur Bay of Island und ja hier ist es genauso schön, wie der Name es vermuten lässt. Hier hatten wir einen Segeltrip geplant. Los ging es ganz entspannt mit einer heißen Schokolade und bei traumhaftem Wetter. Unser Skipper war ein ausgewanderter Kanadier, der uns in das Geheimnis des Segels einweihen wollte, denn ein Highlight der Tour war es, dass Boot selber zu segeln. Wir haben uns aber ganz entspannt zurück gelehnt und die anderen die Arbeit machen lassen. Unser Highlight der Tour war, neben dem Schnorcheln und einer traumhaften Bay, mit Delfinen auf Tuchfühlung zu gehen. Unser Skipper war ziemlich clever, denn in der Bay treiben sich ganz viele andere Schiffe herum die die Touri`s nur herum fahren, damit sie Delfine sehen oder mit denen schwimmen gehen können. Da aber wilde Delfine mit Menschen nix anfangen können, hauen die in der Regel ab, wenn plötzlich so viele Menschen auf sie drauf zu geschwommen kommen. Unser Skipper hat deswegen unser Boot so ausgerichtet, dass die Delfine direkt an uns vorbei kommen, wenn sie vor den Schwimmern Reißaus nehmen. Und der Plan ging auf!!! Die Delfine sind direkt auf uns drauf zu geschwommen und haben bei unserem Boot herumgeplanscht und sich Applaus für Sprünge abgeholt. Uns war gar nicht klar, wie groß so ein Delfin wirklich ist. Das war wirklich das Highlight der Tour. Die Leute auf dem anderen Boot müssen aber nicht so erfreut gewesen sein, immerhin sind sie extra wegen den Delfinen hergekommen und dann hauen die einfach ab
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Nächster Programmpunkt war Auckland. Das Schöne an der Stadt ist, dass obwohl es eine Großstadt ist, geht es hier ziemlich entspannt zu. So haben wir neben unseren Sightseeingtouren genügend Zeit zum Relaxen gefunden. Denn Auckland hat unglaublich viele Grünflächen und außerdem ein paar wunderschöne Strände. In Auckland hieß es dann Abschied von Neuseeland nehmen. Unsere 2 Monate neigten sich dem Ende und wir wurden langsam wehmütig. Als wir überlegt haben, was wir in den letzten 2 Monaten alles erlebt haben, konnten wir es selbst gar nicht glauben. Wir waren Raften, haben uns aus 120 Metern fallen lassen, haben einen Gletscher bestiegen, sind unfreiwillig mit Stachelrochen geschwommen, haben Dank unser Kanutour ein gutes Armtraining absolviert, sind auf Vulkanen gewandert und konnten Delfine, Seerobben und Pinguine bewundern. Neuseeland war definitiv ein Abenteuer für uns.
Im Moment haben wir einen dreitägigen Boxenstopp in Melbourne eingelegt, um ein paar Sachen zu erledigen und um Friedrichs Geburtstag zu feiern. Danach beginnt unsere 2-monatige Asienrundreise. Damit ihr auf dem Laufenden seid, wo wir uns gerade rum treiben, ist hier unser aktueller Reiseplan:
03.04. – 06.04. Singapur
06.04. – 12.04 Malaysia
12.04. – 20.04. Taiwan
20.04. – 12.05. Japan
12.05. – 21.05. Südkorea
21.05. – 05.06. China